Über Schlaf

Schlaf – lebenswichtig und oft unterschätzt

Rund 30 Prozent der Bevölkerung leidet unter nicht erholsamem Schlaf. Macht uns das krank? Tatsächlich können Schlafstörungen den Verlauf verschiedener Erkrankungen – auch psychischer wie Depressionen – negativ beeinflussen. Langzeitstudien zeigen zudem Zusammenhänge zwischen Schlafmangel (oder -überschuss) und erhöhter Sterblichkeit sowie einem höheren Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen. Ob und warum genau das so ist, ist noch nicht abschließend geklärt.

Fest steht jedoch: Nicht erholsamer Schlaf hat Folgen. Betroffene fühlen sich morgens und tagsüber müde, abgeschlagen und unkonzentriert – was zu Fehlern oder gar Unfällen führen kann. Besonders gefährlich wird es zum Beispiel beim Autofahren. Gesunder Schlaf ist daher essenziell, für Sie und Ihre Mitmenschen.

Was passiert im Schlaf?

Schlaf ist ein Zustand mit vermindertem Reizempfinden, aber erhaltenem Weckvermögen. Mehrfach pro Nacht durchläuft der Mensch verschiedene Schlafphasen: vom leichten Schlaf (N1/N2) über den Tiefschlaf (N3) bis zur REM-Phase, in der schnelle Augenbewegungen und intensive Träume typisch sind.

Im Schlaf erholt sich der Körper und speichert Gelerntes ab. Auch das Immunsystem benötigt diese Ruhephase. Die ideale Schlafdauer liegt individuell zwischen 5 und 9 Stunden. Entscheidend ist jedoch weniger die Länge, sondern die Qualität des Schlafs. Häufige nächtliche Aufwachreaktionen machen ihn unerholsam. Oft bemerkt der Schlafende diese Unterbrechungen nicht mal. Dann spricht man von „Arousals“. Eine mögliche Ursache: Atemstörungen wie Schlafapnoe.

Schlafapnoe – wenn nachts die Atmung stockt

Schlafapnoe tritt meist im mittleren Alter auf und kann unbehandelt ernste Folgen haben. Man unterscheidet zwischen zwei großen Formen:

Obstruktive Schlafapnoe

Atemaussetzer durch komplett oder inkomplett verschlossener Atemwege – mindestens zehn Sekunden lang, fünfmal pro Stunde.

Zentrale Schlafapnoe

Atempausen ohne Atemwegsverengung, ebenfalls mit oben genannten Kriterien.

Die obstruktive Form ist deutlich häufiger. Risikofaktoren sind unter anderem eine Herzinsuffizienz, Übergewicht, bestimmte Medikamente oder anatomische Besonderheiten wie vergrößerte Mandeln oder ein enger Rachenraum. Die zentrale Apnoe geht oft mit anderen Grunderkrankungen einher.

Unbehandelt erhöht Schlafapnoe das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Warnzeichen sind Tagesmüdigkeit, morgendliche Kopfschmerzen, Nachtschweiß, nächtliches Luftschnappen und lautes, unregelmäßiges Schnarchen mit Atemaussetzern – oft vom Partner bemerkt.

Bei Verdacht sollten Sie die atembedingte Schlafstörung abklären. Die Diagnostik übernimmt LunaLab für Sie.